In den meisten Haushalten gibt es eine Schublade oder einen Schrank mit angebrochenen Tablettenpackungen, einer verhärteten Salbe und einem einzelnen Pflaster. Eine brauchbare Hausapotheke ist kein großer Aufwand – man muss nur wissen, worauf es ankommt.

Der Verbandteil

Was nicht hineingehört

Der Klassiker, der immer wieder auftaucht

Brandblasen mit einer Nadel aufstechen – aufgeglüht oder nicht. Diesen Rat höre ich in Kursen regelmäßig. Die Blase ist eine sterile Schutzschicht über der Wunde. Wer sie öffnet, schafft eine Eintrittspforte für Keime. Kühlen mit handwarmem Wasser und locker abdecken, mehr nicht.

Der Ort ist so wichtig wie der Inhalt

Das Badezimmer ist der schlechteste Platz: Wärme und Feuchtigkeit setzen Material und Medikamenten zu. Besser ist ein trockener, kühler Schrank – und einer, der für Kinder nicht erreichbar ist, gern abschließbar. Alle Erwachsenen im Haushalt sollten wissen, wo er ist.

Was daneben liegen sollte

Ein Zettel mit den wichtigsten Nummern: 112, der ärztliche Bereitschaftsdienst 116117, der zuständige Giftnotruf – für Niedersachsen Göttingen unter 0551 19240 – und der Kinderarzt. Dazu, falls vorhanden, eine Liste der Dauermedikamente der Haushaltsmitglieder. Für den Rettungsdienst ist das eine der hilfreichsten Informationen überhaupt.

Einmal im Jahr durchsehen

Ein fester Termin – etwa zur Zeitumstellung – reicht: Verfallsdaten prüfen, Verbrauchtes ersetzen, Kühlkompresse kontrollieren. Zehn Minuten, die den Unterschied machen zwischen einer Hausapotheke und einer Schublade voller alter Sachen.