In Hildesheim ist das Rad für viele das Hauptverkehrsmittel – zur Uni, zur Arbeit, zum Einkaufen. Entsprechend häufig sind Stürze. Die meisten gehen glimpflich aus, und genau deshalb wird oft zu schnell abgewunken.

Die ersten Schritte an der Unfallstelle

1
Eigenschutz zuerst. Warnweste an, wenn vorhanden, und darauf achten, dass nachfolgende Fahrzeuge dich sehen.
2
Stelle absichern – Warndreieck bei Beteiligung von Autos, sonst das Rad aus dem Weg räumen und andere Verkehrsteilnehmer warnen.
3
Ansprechen und Atmung prüfen. Bewusstlos mit normaler Atmung: stabile Seitenlage. Keine normale Atmung: Wiederbelebung und 112.
4
Blutungen versorgen, Schürfwunden erst einmal nur abdecken.
5
Warm halten und auf Schockzeichen achten.

Die typischen Verletzungen

Der Helm nach dem Sturz

Ein Helm, der einen Aufprall abbekommen hat, ist verbraucht – auch wenn außen kein Riss zu sehen ist. Die schützende Struktur im Inneren wird beim ersten Aufprall zerdrückt und federt nicht zurück. Nach einem Sturz mit Kopfaufprall gehört er ersetzt.

Wann der Rettungsdienst kommen muss

Der Punkt, den ich Radfahrern mitgebe

Nach einem Sturz fühlen sich viele nach fünf Minuten „wieder ganz okay" und fahren weiter. Kopfverletzungen entwickeln sich aber manchmal über Stunden. Wer allein gestürzt ist und danach ungewöhnlich müde wird, Kopfschmerzen bekommt oder sich schlecht konzentrieren kann, sollte nicht abwarten, sondern sich ansehen lassen.