In Hildesheim ist das Rad für viele das Hauptverkehrsmittel – zur Uni, zur Arbeit, zum Einkaufen. Entsprechend häufig sind Stürze. Die meisten gehen glimpflich aus, und genau deshalb wird oft zu schnell abgewunken.
Die ersten Schritte an der Unfallstelle
Die typischen Verletzungen
- Kopf. Auch mit Helm möglich. Bei Erinnerungslücke, Erbrechen, Verwirrtheit oder starken Kopfschmerzen gehört die Person untersucht.
- Schlüsselbein. Der Klassiker beim Sturz über den Lenker – Schmerzen und Schonhaltung des Arms sind typisch.
- Handgelenk. Der Abstützreflex führt regelmäßig zu Brüchen.
- Schürfwunden. Großflächig, oft mit Straßenschmutz – Infektionsrisiko und Tetanusschutz beachten.
Ein Helm, der einen Aufprall abbekommen hat, ist verbraucht – auch wenn außen kein Riss zu sehen ist. Die schützende Struktur im Inneren wird beim ersten Aufprall zerdrückt und federt nicht zurück. Nach einem Sturz mit Kopfaufprall gehört er ersetzt.
Wann der Rettungsdienst kommen muss
- Bewusstlosigkeit, auch kurze
- Verdacht auf Kopf- oder Wirbelsäulenverletzung
- Starke oder nicht stillbare Blutung
- Sichtbare Fehlstellung eines Knochens
- Atemnot oder Schmerzen im Brustkorb
- Beteiligung eines Autos oder Sturz bei hoher Geschwindigkeit
Der Punkt, den ich Radfahrern mitgebe
Nach einem Sturz fühlen sich viele nach fünf Minuten „wieder ganz okay" und fahren weiter. Kopfverletzungen entwickeln sich aber manchmal über Stunden. Wer allein gestürzt ist und danach ungewöhnlich müde wird, Kopfschmerzen bekommt oder sich schlecht konzentrieren kann, sollte nicht abwarten, sondern sich ansehen lassen.